|
|
Hintergrundwissen und Wissenswertes
zur 3-fach Beckenosteotomie nach Tönnis
Die 3-fach Beckenosteotomie der linken Hüfte
In diesem Tagebuch bzw. Monatsbuch erfahrt Ihr alles über
die 3-fach Beckenosteotomie meiner linken Hüfte.
Oktober 2001
Am 8.10.01 werde ich operiert. 14 Tage muss ich das Bett hüten, bevor ich das
1. Mal aufstehen darf. Meine Hüftsituation ist aufgrund der OP`s meiner Kindheit
ungünstig, und das Metall kann nicht wie üblich befestigt werden.
Meine OP ist, genau wie 1997 an der rechten Seite, wieder kein Regelfall.
4 Wochen bin ich im Krankenhaus.
November 2001
Am 7.11.02 darf ich endlich heim. Dadurch dass ich solange im Krankenhaus war,
brauche ich Zuhause nur noch 2 Wochen liegen, bis ich sitzen darf. Das ist doch
schon mal was!
Am 26.11.02 mache ich meinen 1. Ausflug, eine abenteuerliche Fahrt
zum Röntgen! Die Röntgenbilder werden nach Dortmund geschickt und nun heisst es,
warten auf das O.K. zum Sitzen.
Dezember 2001
Das Röntgenbild ist gut, ich darf sitzen! Die erste Etappe ist gemeistert.
Aber sitzen dürfen, heisst nicht sitzen können. Es ist anfangs schon schmerzhaft
und muss erst trainiert werden. Zuerst sitze ich nur bei den Mahlzeiten, später
dann am PC, ich beginne mit dieser Homepage.
Januar 2002
Den Jahreswechsel verschlafe ich, was soll ich sonst auch machen.
Aber ich blicke optimistisch ins neue Jahr. Das Schlimmste ist vorüber und bald
wird die nächste Etappe beginnen...
Am 04.01. muss ich zur Kontrolle nach Dortmund. Das Röntgenbild ist in Ordnung,
ich darf anfangen das Bein mit 10 kg zu belasten und steigere wöchentlich um
weitere 10 Kg, bis zur Vollbelastung.
Februar 2002
Alles Bestens! Zweimal die Woche kommt eine Physiotherapeutin zu mir nach Hause
und ich beginne mit dem Muskelaufbau. Schmerzen habe ich keine.
März 2002
Ich gehe nur noch mit einer Gehstütze und darf selber Autofahren.
3 mal in der Woche fahre ich nun zum Training. Ein halbes Jahr ist nun vorüber.
Im Gegensatz zu 1997 bin ich diesmal schneller wieder auf den Beinen. (Denkste!)
April 2002
Ich bekomme Schmerzen in der Hüfte. Ich fahre zu meinem Orthopäden.
Die Röntgenaufnahme zeigt`s: Eine Schraube ist gebrochen.
Sie ist gebrochen weil...
Darüber lässt sich nur spekulieren, Materialversagen oder Spannungen oder
verzögerte Heilung oder zu starke Belastung oder oder oder ...
Na ja, die Schraube ist gebrochen und es war Bewegung in der Hüfte.
Ich muss auf halbes Körpergewicht Belastung reduzieren, in der Hoffnung
dass die Osteotomie noch so zusammenwächst, sonst ...
Mai 2002
"Gut siehst Du aus", höre ich sehr oft. Ich habe eine gesunde Gesichtsfarbe,
da ich fast den ganzen Tag in der Sonne liege. Aber mir geht es nicht gut.
Die Schmerzen halten sich zwar in Grenzen, aber diese Ungewissheit zerrt an
meinen Nerven. Wächst es zusammen, wächst es nicht zusammen?
Juni 2002
Der Juni vergeht, wie der Mai, warten und hoffen.
Juli 2002
Am 05.07. ist es endlich soweit, ich fahre zur Röntgenkontrolle nach Dortmund.
Leider ist die Situation auf dem Röntgenbild nicht eindeutig zu erkennen. Gewissheit,
ob es fest ist, bringt nur eine OP. Wir vereinbaren einen OP-Termin für den
15. August. Ist die Osteotomie verheilt, wird direkt das Metall herausgenommen,
um eine weitere OP zu vermeiden. Ist die Osteotomie nicht verheilt,
steht mir eine neue 3-fache bevor. Und wieder heisst es: Warten und hoffen.
August 2002
Am 14.08. gehe ich ins Krankenhaus. Mit Unbehagen unterzeichne ich meine
Einverständniserklärung zur OP. Am nächsten Tag werde ich operiert.
..... es ist fest !!!!
Nun habe ich es doch noch geschafft, zügig darf ich die Belastung der Hüfte
steigern und wieder mit dem Training anfangen.
September 2002
Am 25.09. fahre ich in die Reha nach Bad Salzuflen. Das intensive Training ist hart,
ich habe wieder Schmerzen. Mir wird versprochen, wenn ich einmal über diese
Schmerzgrenze hinaus bin, wird es besser. Es stimmt!
Oktober 2002
Fünf Wochen bin ich in der Reha. Trotz intensiven Trainings schaffe ich
es nicht von den Gehstützen los zu kommen. Ich bekomme eine Rehaanschluss-Massnahme
empfohlen (Laufzeit 12 Wochen)
November 2002
Ich beginne mit der Rehaanschluss-Massnahme. 3 mal wöchentlich fahre ich zum
Training.
Dezember 2002
Ich gehe immer noch mit einer Gehstütze, der Beckenmuskel will einfach nicht.
Ich soll Geduld haben, aber ich habe keine Lust mehr krank zu sein.
Seit 15 Monaten hampele ich nun rum. Ich will endlich wieder
L E B E N, wozu auch die Ausübung meines Berufes gehört.
Januar 2003
Am 15. Januar beginne ich im Rahmen einer Wiedereingliederung für zwei Stunden
täglich zu arbeiten, leider immer noch mit einer Stütze, aber ohne Schmerzen.
Februar 2003
Ich gewöhne mich wieder an das Arbeitsleben, ich arbeite mittlerweile vier Stunden.
Alles ist etwas schwieriger mit einer Stütze, aber ich bin dennoch zufrieden.
März 2003
Mir geht es gut. Ich trainiere weiterhin und bin jetzt in der Lage so etwa 20 m
ohne Stützen zu gehen. Schmerzen habe ich keine. Die Wiedereingliederung ins
Berufsleben läuft noch. Ab Mitte März arbeite ich 6 Stunden täglich.
April 2003
Stichtag 1.April - die Wiedereingliederung habe ich geschafft!
Nun habe ich erst einmal Urlaub ...
Urlaub - ich weiss, dies klingt blöd. Jetzt war ich 15 Monate krank und
3 Monate nur stundenweise arbeiten und dann Urlaub.
Ein schlechtes Gewissen, meinen Kollegen gegenüber, habe ich schon, aber das bringt
mich nicht weiter. Schon die 6 Stunden waren teilweise hart für mich, aber so
schnell werde ich nicht aufgeben. Ich bin froh diesen Urlaub noch zu haben und
werde ihn nutzen um weiterhin intensiv zu trainieren.
Wie sagt man so schön, alles braucht seine Zeit und deswegen blicke ich weiterhin
optimistisch meiner Zukunft entgegen.
Hintergrundwissen und Wissenswertes
zur 3-fach Beckenosteotomie nach Tönnis
Krankengymnastik und wie bewältige ich das 1. Aufstehen?
Freude Zuhause zu sein? - Oder was erwartet mich Zuhause?
Tipps und Tricks - Und häufig gestellte Fragen!
Dokumentation 3-fach Beckenosteotomie linke Hüfte Hier bist Du
Metall und Metallentfernung
|
|