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Wer keine Zeit für seine Gesundheit aufwendet,
wird eines Tages viel Zeit für seine Krankheiten aufwenden müssen

 
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Hallo, ich heisse Cécile, bin 1987 geboren und wohne in der Schweiz. Ich hatte im Januar (rechts) und November (links) 2007 eine Periacetabuläre Beckenosteotomie (kurz PAO) in der Uniklinik Balgrist in Zürich, Schweiz.

Meine Vorgeschichte:
Meine Hüftdysplasie wurde mit 17 Jahren entdeckt, damals traten Schmerzen nach dem Joggen auf. Mein Hausarzt röntgte mir die Hüften und entdeckte eine "nicht korrekte Stellung" der Hüftgelenke. Da er sich zu wenig damit auskannte, empfahl er mir einen Orthopäden. Dieser stellte die Diagnose Hüftdysplasie und empfahl mir die Uniklinik Balgrist in Zürich.

Vor dieser Diagnose hatte ich keine Probleme, somit war es ein Schock mit 17 Jahren.


Verzweifelung:
Mit 17 Jahren kamen die ersten, noch leichten Schmerzen nach dem Joggen. Nachher traten die Schmerzen während der Belastung auf. Zuerst hatte ich nur bei starker Belastung der Hüftgelenke, wie beim Joggen oder Volleyball spielen, Schmerzen. Später (1.5- 2 Jahre) machte mir auch das Gehen Mühe. Bis ich mich zur Operation entschied dauerte es fast drei Jahre.


3fach Beckenosteotomie:
Ich wurde mit knapp 20 Jahren operiert. Auf einen OP Termin habe ich 2.5- 3 Monate gewartet. Vor der Operation (5-2 Wochen vorher) habe ich zwei Eigenblutspenden à 450 ml gemacht. Denen war ich nach der Operation dankbar.
Die OP dauerte ungefähr drei Stunden. Im Spital war ich sechs beziehungsweise acht Tage. Die ersten zwei Tage waren schlimm. Ich hatte enorme Schmerzen und mir war hundeübel. Am zweiten Tag wurde ich an den Bettrand gesessen. Ab dem dritten Tag ging es dann aufwärts, ich durfte dann das erste Mal aufstehen.
Von der Beugung her waren 90 erlaubt, dies war aber während den ersten paar Wochen noch nicht möglich. Sitzen durfte ich die ganze Zeit, die Schmerzen kamen von selbst und ich war froh wieder hinzulegen.
Zuhause sorgte meine Familie für mich. Als ich heim kam musste das Bett erhöht werden. Einen Toilettenaufsatz brauchte ich und einen Sitzkeil.
Ich durfte während acht Wochen nicht mehr als 5 kg mit dem Fuss abstehen und das Bein nur mit dem anderen gestützt heben.
Nach acht Wochen hatte ich eine Röntgenkontrolle in der Uniklinik. Wenn alles gut gegangen wäre (beim erstn Mal war eine Schraube zu tief ins Hüftgelenk gekommen, dadurch hatte ich acht Tage später eine Metallentfernung), durfte ich dann mit dem Belasten beginnen. Der Belastungsaufbau verlief mit einer Physiotherapeutin aus der Gemeinde. Sechs Wochen später gab es die nächste Kontrolle. Nach dieser Kontrolle begann mein Arbeitsalltag mit 50%.


Wie geht es mir heute?
2.5 Jahre später geht es mir sehr gut. Im Alltag habe ich keine Einschränkungen. Es gibt Sportarten die ich mich (noch) nicht getraue auszuüben. Dies sind Sportarten mit viel Körperkontakt und bei denen man oft hinfällt: Kampfsportarten, Handball, Rugby, o.ä.
Ich fahre Rennrad, gehe Joggen, schwimmen, wandern, Langlaufen, Snowboard fahren; dies ist alles kein Problem. Was mich etwas stört ist, dass ich ein leicht längeres rechtes Bein habe. Da verspüre ich ab und zu eine einseitige Belastung.


Fazit
Die OP hat sich definitiv gelohnt. Ehrlich gesagt, wüsste ich keine Alternative, um zu einem genauso guten Resultat zu kommen.


04.05.10, Cécile                        
E-Mail: cecileAThabmalnefrage.de






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